
Mein Humorismus für Dich und ganz speziell für Dich!
Humorismus – Warum ich die Welt lieber mit einem Augenzwinkern betrachte
Ein persönlicher Einblick in meine Kunst, meine Haltung und eine Idee, die mich seit 1983 begleitet.
Ich habe mich schon früh gefragt, warum wir Menschen die Welt so oft bitterernst nehmen. Wir diskutieren, urteilen, streiten und verlieren uns in den großen und kleinen Dramen des Alltags. Dabei übersehen wir manchmal das Absurde, das Komische und vor allem das Menschliche, das in fast jeder Situation steckt.
Genau dort beginnt für mich der Humorismus.
Seit 1983 widme ich mich dieser künstlerischen Haltung, die ich selbst entwickelt habe und die bis heute mein Schaffen prägt. Für mich ist Humorismus weit mehr als das Erzeugen eines Schmunzelns. Er ist eine Art, die Welt zu betrachten, ihre Widersprüche sichtbar zu machen und den Menschen einen Spiegel vorzuhalten – ohne dabei den Zeigefinger zu erheben.

Ich male nicht einfach lustig. Ich beobachte den Menschen.
Meine Kunst erzählt Geschichten. Manchmal offensichtlich, manchmal versteckt zwischen den Farben, Formen und Figuren. Wer meine Bilder betrachtet, entdeckt vielleicht zunächst etwas Heiteres, Skurriles oder scheinbar Unsinniges. Doch wer genauer hinsieht, merkt schnell: Hinter dem Lächeln steckt oft eine zweite Ebene.
Mich interessieren unsere Eigenheiten, unsere Eitelkeiten, unsere kleinen Schwächen und die großen Widersprüche unseres Zusammenlebens. Ich beobachte, wie wir uns selbst darstellen, wie wir miteinander umgehen und wie ernst wir Dinge nehmen, die bei genauerem Hinsehen beinahe absurd erscheinen.
Ich nehme diese Beobachtungen auf und verwandle sie in Kunst. Dabei darf gelacht werden. Ja, es soll sogar gelacht werden! Aber wenn jemand nach dem Lachen kurz innehält und sich fragt, warum ihn ein bestimmtes Bild so berührt oder amüsiert, dann habe ich etwas erreicht.
Denn Humor kann Türen öffnen, an denen die reine Ernsthaftigkeit oft vergeblich klopft.
Humor ist für mich keine Flucht vor der Realität
Im Gegenteil: Humorismus bedeutet für mich, der Realität besonders aufmerksam zu begegnen. Ich möchte nichts beschönigen und niemandem die Welt erklären. Ich möchte sie auf meine Weise interpretieren.
Das Absurde braucht manchmal nur eine kleine Verschiebung, um sichtbar zu werden. Ein Gesichtsausdruck, eine ungewöhnliche Kombination, eine unerwartete Situation – und plötzlich erkennen wir uns selbst wieder. Vielleicht lachen wir über eine Figur und merken erst später, dass wir eigentlich über uns selbst gelacht haben.
Genau diese Momente faszinieren mich.
Ich arbeite mit unterschiedlichen Techniken, Materialien und Bildsprachen. Ob Malerei, Aquarell oder digitale Kunst: Entscheidend ist für mich nicht das Werkzeug, sondern die Geschichte, die ein Werk erzählt. Meine Bilder dürfen laut sein, leise, frech, nachdenklich oder vollkommen verrückt. Sie müssen nicht jedem gefallen. Sie sollen etwas auslösen.
Kunst, die niemanden berührt, bleibt für mich bloß Dekoration.

Mein Humorismus kennt keine Altersgrenze
Ich glaube, dass Humor eine wunderbare Verbindung zwischen Menschen schaffen kann. Ein Kind entdeckt in einem Bild vielleicht eine lustige Figur. Ein Erwachsener erkennt eine Alltagssituation. Ein Kunstkenner entdeckt eine gesellschaftliche Anspielung. Alle betrachten dasselbe Werk – und nehmen doch etwas anderes mit nach Hause.
Das ist für mich das Schöne an erzählerischer Kunst: Sie lässt Raum für eigene Gedanken, Erinnerungen und Interpretationen.
Ich möchte niemandem vorschreiben, was er in meinen Bildern sehen soll. Ich freue mich, wenn jemand etwas entdeckt, das ich selbst vielleicht gar nicht beabsichtigt habe. Denn sobald ein Kunstwerk betrachtet wird, beginnt eine neue Geschichte – im Kopf des Betrachters.
Und wenn dabei ein Lächeln entsteht, umso besser.
Warum ich das mache
Ich bin Künstler geworden, weil ich etwas zu erzählen habe. Weil ich gerne beobachte, hinterfrage, überzeichne und Dinge miteinander verbinde, die auf den ersten Blick vielleicht nicht zusammenpassen. Und weil ich davon überzeugt bin, dass wir ein bisschen mehr Leichtigkeit vertragen können, ohne deshalb oberflächlich werden zu müssen.
Meine Vorstellung von Humorismus ist deshalb auch eine persönliche Haltung: Ich möchte die Welt nicht unbedingt verändern, indem ich sie belehre. Ich möchte sie ein kleines Stück besser machen, indem ich Menschen zum Lachen, Nachdenken und manchmal auch zum Umdenken bringe.
Ob mir das gelingt, entscheiden letztlich jene, die sich auf meine Kunst einlassen.
Seit 1983 gehe ich diesen Weg. Nicht immer geradeaus, selten ganz gewöhnlich und ganz bestimmt nicht ohne Augenzwinkern.
Denn das Leben ist ernst genug. Da darf die Kunst ruhig einmal frech sein.
Und falls Sie sich jetzt fragen, ob hinter meinem Humorismus tatsächlich eine ernsthafte künstlerische Idee steckt, dann lautet meine Antwort:
Aber selbstverständlich! Ich bin schließlich Humorist – und kein Kasperl.
Ihr Thomas Selinger
The Selinger | Galerie, Atelier und Humorismus
Kunst mit Geschichte. Kunst mit Haltung. Und immer mit einem Augenzwinkern.
