APOLLONEN, GOLDYBIRDS UND WEINGEISTER
Eine Vision, die im Jahr 2004 an der Kunstakademie entstanden ist und seither kontinuierlich expandiert. Dieser Zyklus entwickelt sich weiter, während sich neue Dimensionen meiner Idee entfalten. Es handelt sich hierbei um mehr als nur Kunst – es ist ein eigenständiges Universum mit einem klar definierten Ziel: die Welt ein Stück weit zu verbessern. Ich lade Dich ein, in meine fortwährende Schöpfung einzutauchen.
Viel Freude dabei!
APOLLONEN
**Die Apollonen: Eine fantastische Erzählung von Thomas Selinger**
Wenn das Böse in seiner reinsten Form auftritt, manifestiert sich Goldybird. Seine Präsenz ist von stiller, jedoch unmissverständlicher Autorität geprägt, und er überwacht die Gegebenheiten mit einem wachsamen Blick. Goldybird zieht seine Runden und erteilt den Apollonen, wenn erforderlich, Anweisungen. In der Regel ist seine bloße Erscheinung ausreichend; durch seine Autorität, Beständigkeit und goldene Ausstrahlung vermag er es, selbst in den düstersten Momenten Besonnenheit zu fördern.
Nur im Angesicht einer drohenden Apokalypse wird den Apollonen Bericht erstattet. Diese erscheinen dann und steigen herab; um ihre Aufgabe zu erfüllen, benötigen sie hochgradige Energien, um das Böse in eine positive Form zu transformieren.
Ihr entscheidendes Medium ist der Rebsaft. Über den von den Weingeistern markierten Regionen positionieren sie sich majestätisch und nahezu geräuschlos.
Die Weingeister stehen bereit als Unterstützer; ihre Aufgabe besteht darin, erlesene Tropfen aufzuspüren und zu identifizieren. Mithilfe ihrer als Glyphén beschrifteten Wegweiser leiten und kennzeichnen sie den Apollonen die Gebiete der vergorenen Energieträger. Nach erfolgreicher Lokalisierung beginnen die Apollonen mit der Absorption des kostbaren Nasses.
Der Wein überwindet die Schwerkraft und findet seinen Weg zu den Apollonen, die sich an ihm laben und dadurch ihre Energien regenerieren. Mit der erfolgreichen Aufnahme manifestieren sich die Apollonen zunehmend und erobern die betroffenen Bereiche.
In ihrer Ankunft als die Nichtvielen und in ihrem dionysischen Zustand initiieren sie den Prozess der Transformation von Bösem zu Gutem. Die Apollonen unterbrechen den rationalen Verstand und schalten ihn ab. Personen, die ihren Geist verloren haben, werden unbewusst mit den Schwingungen der Apollonen synchronisiert. Im optimalen Schwingungszustand erweckt der Nichtviele behutsam den Verstand des Betroffenen und zwingt ihn unbewusst, sich in Einklang zu bringen.
Hierdurch löst sich das Böse, erhebt sich und wird von den Apollonen absorbiert, um in Liebe umgewandelt zu werden, welche auf dem gleichen Weg zurückfließt. Nach der erfolgreichen Transformation ziehen sich die Apollonen so majestätisch und friedvoll zurück, wie sie gekommen sind. Goldybird verweilt weiterhin und überwacht die Situation.
Die Weingeister erstarren zu zweidimensionalen Ikonen oder verschmelzen mit ihren Glyphén.
**DIE WELT DARF FREUDE SPÜREN**
Über ihre Herkunft, ihr Wesen und den Grund ihrer Existenz ist nichts bekannt - noch nicht.
*Glyphén (abgeleitet von altgriechisch γλυφή glyphē ‚Eingegrabenes, Gravüre‘)
Im Rahmen meiner kreativen Prozesse höre ich durchweg dasselbe musikalische Werk,
bevor ich die flüchtigen Energien mit der Leinwand vereine und das Kunstwerk erstrahlen lasse.
Es handelt sich um das Requiem in d-Moll KV 626, komponiert im Jahr 1791
von Wolfgang Amadeus Mozart.

Apollone der ersten Stunde
Im Zeitraum von 2004 bis 2016 wurde an der Kunstakademie die erste Serie der Apollonen sowie die Baiser-Serie realisiert.
APOLLONEN UND GOLDYBIRD
Interview mit Karl Traintinger, Chefredakteur der Dorfzeitung,
über den Zyklus "Die Apollonen dürstet".











































