ETIKETTEN

Legenden 2020

 

Mit den Legenden hab ich mich den Sommer über und auch noch den Herbst hinein intensiv beschäftigt und auseinandergesetzt. Daraufhin habe ich einen „Thoughtless Sketch“ erschaffen (Eine gedankenlose Skizze, eine von mir entwickelte Art der Bildfindung) diese Skizze wurde von mir kompromisslos auf die Leinwand übertragen und künstlerisch ausgearbeitet. Diese Komposition ist ein Obulus an alle Legenden der vergangenen Epochen, derer Leistungen und Errungenschaften. Legenden wie Waltraut Haas, Julie Andrews, Peter Alexander, Gunther Philipp, Margarethe Peter und viele mehr wirkten beim Schaffensprozess auf mich ein  und wurden so indirekt durch mich teils als Objekte auf der Leinwand verewigt. Ich persönlich widme dieses Werk Gudrun Peter, meiner geschätzten Rösslwirtin und langjährigen Unterstützerin meiner Kunst und meines Wirkens. Liebe Gudrun ohne dich wäre das hier alles und noch viel mehr in diesem Umfang undenkbar gewesen. Vielen lieben Dank dafür.

 

 

Weingut Dogliani Piemont Italien

 

Ein Projekt für das Weinbaugebiet Piemont Dogliani in Italien mit Schweizer Wurzeln und kryptisch markanten Anforderungen wurde von mir in einem grafisch dominanten Design umgesetzt. Elegant, einmalig, markant und einprägsam, so die Wünsche des Winzerpaares.

Mit allen Sinnen genießen 2019

 

Mit den Worten „Da bin ich mal gespannt was dir da einfällt“ überreichte mir die Rösslwirtin die damalige Mottovorgabe für das zu erschaffende Werk. Nach dem ersten überfliegen der Textzeile  entkam mir ein, „ich glaub da trinken wir mal ein Gläschen drauf“ und die Idee war geboren. Die Bildbeschreibung zu diesem Werk könnte man auch mit „OHNE WORTE“ betiteln. Erklärt sich doch das Bild von selbst. Das Rössl stellt pantomimisch die fünf Sinne des Weintrinkens dar. Andächtig, aufmerksam, fragend und fühlend sinniert es vor sich hin und genießt die Sinneseindrücke. Haben sie gewußt das ein sechster Sinn beim Weintrinken in Anspruch genommen werden kann?  Da sind sie überrascht und neugierig, gell? Nämlich, wenn man zu tief ins Glas geschaut hat, der Gleichgewichtssinn.

Haustrunk Bernd Pulker Wachau

 

Haustrunk ist der neueste Wein von Kultwirt und Winzer Bernd Pulker aus der Wachau. Bereits 3 Etiketten sind seit 2017 entstanden und bereichern die Pulker Palette seit diesem Jahr. 2 Etiketten für die Liter und die legendäre Dopplerserie wurden heuer von mir kreiert und in Szene gesetzt.

 

Mir ist wichtig mit einer dominanten Farbgebung und simpler Bildsprache eine Erinnerung in den Köpfen der Betrachter zu verankern.

Rettenbacher Weine Krems

 

Drei Menschen

Drei Weine

Drei Etiketten

 

Die Inspiration zu diesen Etiketten gab Goldybird. Durch seine verbindende Art kam dieses Wein & Kunstprojekt zu seinem Etikett. 

Verantwortlich für die Weine ist der renommierte Winzer Schmid Josef aus Stratzing bei Krems.

Marchand de vin ist mein Galerist & Freund Günther Rettenbacher von der Weingalerie Rettenbacher in der Neutorstrasse 49 in Salzburg. Ich durfte die Erschaffung der Etiketten übernehmen und gestaltete das Design der Etikette und  die Schrift exclusiv und einzigartig für dieses Projekt. Im Präge & Blinddruck dominiert die Goldfarbe am Etikett und lässt den Duktus und die Haptik perfekt wirken. 

Die Weine sind in der Galerie Rettenbacher erhältlich und auch zu verkosten. 

Kremser Grüner Veltliner DAC

Kremser Riesling DAC

Kremser Grüner Veltliner Reserve

Die Skulptur "Goldybird" ist ebenfalls in diesem vinophilen Ambiente zu bestaunen.

Der besondere Bergmoment 2018

 

125 Jahre Schafbergbahn waren die Thematik in diesem Jahr. Es gibt eine Sage wie der Berg zu seinem Namen kam. Diese Geschichte habe ich einfließen lassen. Das Erzählte bekam in der Entstehungsphase eine Eigendynamik, die Schafe erzählen jetzt eine neue Geschichte wie sie zum Schafberg kamen und der Schafberg zu seinem Namen. Jedesmal wenn die Zahnradbahn auf den Berg fuhr schlüpften Schafe aus dem Rauchfang der Lok und zogen ihre Kreise um den Schafberg. Dies veranlasste Gäste nach einer solchen Tour den Oberkellner im Rössl zu fragen ob denn viele Schafe am Schafberg wären. Wonach dieser trocken antwortete: Bei Schönwetter ganz viele, aber mit dem letzten Zug fahren die meisten Schafe wieder runter ins Tal. Humor ist ein großer Bestandteil meiner Kunst. Man nennt mich auch „Die Hand des Lächelns“

 

Weisser Stoff Bernd Pulker 2017

 

Bernd Pulker und Seli verbindet eine Fernbeziehung und ein unsichtbares Band. Seit 2003 besteht dieses Band und es läßt uns in unbestimmten Zeiträumen aufeinander treffen. Öfter wäre tödlich, in körperlicher wie in seelischer Hinsicht. 

 

Viele gemeinsame Momente verbinden uns ebenso wie das Projekt zu Bernd Pulker´s eigenen Wein. Da war der Anruf schnell getätigt. "Seli i brauch a Etikett" etwas "geiles" und " etwas dass zu mir passt", hat er gemeint. Zu Bernd passt nur Bernd! Also ist er auf seinem Wein verewigt, wie der Kaiser auf seinem Geld, wie Gott auf seinen Hostien. 

 

Es ist "geil" geworden. Vergewissere dich bei einem Besuch im Pulker´s Heurigen, aber Vorsicht! Nett is a nid  da Wirt aber a Unikat sowie sein Heuriger, sein Wein und sein Etikett.

 

Der Journalist vom VINARIA meint dazu:

 

Donabaum sorgt für die perfekte Kellerarbeit, füllt die Weine dann in schwere Flaschen, aufwendig dekoriert und mit dem neuen, markanten Pulker-Etikett versehen, die als treffende Karikatur aus Künstlerhand stammt. 

 

Lies den herrlichen VINARIA Bericht von Bernd und den lobenden Worten zum Etikett

Non Terran Franz Pichler 2017

 

DB Das Bild - DB Das Besondere

 

Nicht immer, aber wenn’s passt, füllen die Pichler „Franzen“ etwas ganz Besonderes ab. Aus welchem Weingarten und welchem Jahr, das gibt die Natur vor.

Um diesem Moment eine zusätzliche Lobeshymne anzudichten, bedurfte es – wie beim Wein – viel Zeit, Liebe, Geduld, Können und Kreativität. Um die Konzentrate im Glas bildhaft darzustellen, brauchte es etwas Himmlisches. Sozusagen eine Eingabe, einen Geistesblitz.

In meinem geistigen Auge klärte sich der Blick, der Himmel tat sich auf, ich spürte, wie die goldenen Tropfen meine Lippen benetzten, und fühlte das Besondere. All dies konzentrierte ich auf eine Leinwand und erschuf „Non Terranum“.

Das Überirdische.

Gedanken zu Bilde gebracht und umgekehrt.

Dieses Gemälde ziert den allerbesten Tropfen der Weinlegende Franz Pichler aus Wösendorf in der Wachau.

Die Welt darf Freude spüren.

 

Momentum 2017

 

Mit dem Jahresthema „Mein besonderer Moment“ versammelt dieses Werk Farbkomponenten und bunte Reflexe. Die Linienführung ist exakt, die Farbgebung kontrastreich. Fantasievoll den Gedanken entnommen spiegelt das Gemälde Wünsche, Erlebnisse und Erinnerungen wieder. Mein Ziel war es dem Betrachter ein Schmunzeln abzuringen und ihn träumen zu lassen. Zwei zugewandte Gesichter sind zugleich Raum und auch Platzgeber. Es spielen sich auf ihnen Szenen des Momentums ab. Perfekt positioniert erlebt der Betrachter herrliche Begegnungen und Situationen. Sie scheinen diese im Wasser an Land und im Himmel zu genießen und zu träumen. Von Erlebnissen der Vergangenheit, der Gegenwart und der Zukunft. „Das Trinkvergnügen wird durch die Etikette verstärkt und animiert zum momentanem schwelgen in Gedanken.“ Worte eines lieben Kunstsammlers und Weinliebhaber in einem Brief an mich.

 

John Olson Napa Valley California 2016

 

John Olson ist mit Leidenschaft Weintrinker und Winzer in den U.S.A.

Bei einem längeren Aufenthalt in Salzburg besuchte er mein Atelier. Eine sofortige Sympathie mit einem großem Gefallen an meiner Kunst veranlasste John ein Etikett für seine Weine  von mir kreieren zu lassen. Wichtig war ihm:  "Salzburg - Wein - Familie" und das alles verschmolz ich zu einem Salzburg Sundowner mit der Weinscheide Herz und Namenskürzel seiner Nächsten. Das Original Gemälde hängt in Kalifornien Napa Valley.

Weingut Franz Pichler Rosé

 

Für die Kultwinzer Franz & Franz Pichler entwarf ich dieses frivole Etikett. Den Roséwein aus 100% Zweigelt  ziert dieses wunderschöne Gemälde. Viele Gespräche und Entwürfe gingen diesem mutigen Schritt  zum Etikett voraus.

 

Mit diesem "Eyecatcher" ist dieser Roséwein unverwechselbar, sowie die Pichler´s übrigens auch. Das Original Gemälde befindet sich im Weingut Pichler Wösendorf Wachau. 

Harmonisch 2016

 

Die Harmonie bezeichnet allgemein die Übereinstimmung, den Einklang, die Eintracht und das Ebenmaß. Dies alles habe ich in diesem Werk vereint. Zwei Wesen andächtig sitzend an einem Tisch. Keine Farbe oder Form lenkt vom Hauptmotiv ab. Der Blick fokusiert sich auf die Bildmitte. Die Hände berühren sich beinahe. Harmonie durchdringt den Raum und lässt Platz für Gedanken und Gefühle. Dieses Werk entstand in meinem neu gegründeten Atelier in Salzburg. Cremeweiss und Kohle mit einem Hauch Ocker auf Leinwand, lassen das Werk minimalistisch wirken und erstrahlen. Oft beobachte ich Menschen in ihrem Umfeld und sehe die nonverbale Kommunikation der Harmonie. 

 

Gager Quattro Sonderedition 25 Jahre Quattro

 

Anlässlich des 25jährigen Jubiläums Quattro habe ich diese streng limitierte Box für das renommierte Weingut Gager in Deutschkreutz entworfen (400 Stück) – Kunst im und am Wein in Bestform. Auf die simple Frage von Horst Gager an mich: „Was macht einen guten Wein aus?“ – kreierte ich 4 Gemälde als Antwort. Diese zieren eine streng limitierte Auflage des Weinklassikers Quattro in der edlen Jubiläumsbox und dienen unter anderem einen guten Zweck. Freuen Sie sich über diese einmalige Sammleredition.

Mit dieser Box unterstützten wir die Make-A-Wish Foundation Österreich mit € 10000,- welche schwerkranken Kindern ihre Herzenswünsche erfüllten. Wir möchten mit dieser Box und der daraus resultierenden Spende den Startschuss setzen, um jetzt und auch zukünftig möglichst viele Kinder zum Lächeln zu bringen.

Die 4 Originalgemälde befinden sich im Besitz vom Weingut Gager in Deutschkreutz und sind öffentlich zugänglich. 

 

Herzwein 2015

 

„Dein Herz das hast du verloren, im Weissen Rössl am See.“ So die weltberühmten Worte des Liedes aus der Operette. Herz war auch das Motto in diesem Jahr. Ich habe auch mein Herz im Rössl verloren und zwar an meine liebe Frau und Muse, die ich hier kennenlernen durfte. Viele wunderbare Jahre verbrachten wir an diesem herzlichen Ort. Das Motiv beinhaltet viele Gedanken, meine Liebe und Dankbarkeit an „Mein Rössl“  und den Platz den es für immer in meinem Herzen eingenommen hat. Herzlichkeit steht für das ganze Haus und seine guten Geister. Dieses Gemälde ist eine Hommage an das weltberühmte Hotel und seine Einzigartigkeit. Gold unterstreicht das Thema und die noble Schwärze mit dem strahlenden Weiß seine Eleganz und Würde.

 

Rössling 2014

 

Etwas neues erschien in jenem Jahr im Hotel. Der Rössling. Die hauseigene Zucht versorgt heute den Rösslgast mit edelsten Fischen. Dies war auch das Thema des Jahres. Von der Ideenansage bis zum fertigen Etikett vergingen dieses Mal sage und schreibe 250 Tage. Als Quelle für dieses Seli Gemälde diente mir das berühmte von mir erschaffene Rösslbild. Als ich Gästen das Werk im Hotel präsentierte stellte man mir die Frage, welche Berufe haben wohl diese Rössl da am Bild. Und schlagartig war die Idee geboren. Ein Pferd wird der Verkäufer des Rösslings! Ich kreierte ein nettes kleines Geschäft mit gemütlichem Flair und Herzlichkeit. Ein Vorläufer der Rösslerei. Es entstand ein farbenfrohes Geschäft mit einem Rössl als Verkäufer der als Synonym für die Freundlichkeit und Kompetenz des Hauses steht. 

 

Pilgern 2013

 

Pilgern und das Weisse Rössl haben eine lange Tradition. So war es naheliegend das Thema in diesem Jahr dem Pilger*Innen zu widmen. Ich verbrachte viele Stunden der Recherchen, machte Skizzen und Wanderungen  im  Bereich  des Falkensteins und der Umgebung. Ich   besuchte  die  einmaligen  Führungen von Herrn Helmut Peter in der Wallfahrtskirche zu St. Wolfgang. Nach einigen Interviews von Pilger*Innen hatte ich mein Bild im Kopf welches ich lediglich auf die Leinwand bannen musste.
Als Farbe wählte ich das dominante Violett der Kirche . Im Hintergrund dient ein Bibeltext des Jakob in 14 verschiedenen Sprachen in Korinth-Schrift geschrieben. In Form des Hauptmotivs steht ein Polstersessel mit Füßen. Er symbolisiert die Bequemlichkeit der heutigen Menschheit und soll auf Entschleunigung und Verzicht hinweisen.

 

100 Jahre Weisses Rössl 2012

 

Im Jahr 2012 wurden hundert Jahre Hotel Weisses Rössl gefeiert und ich durfte mich wieder künstlerisch austoben. Nach langen Überlegungen und immer den Vorsatz etwas Einmaliges zu kreieren kam ich auf die Idee einen Korkenzieher als Blickfang zu malen. Der Korkenzieher steht für die Eröffnung. So wie Wein wird doch auch ein Haus geöffnet, so mein Gedanke. Der Korkenzieher symbolisiert den Schlüssel der das Haus aufgesperrt hat. Da ich das Symbol auf den Wein bezogen habe steht als Wortlaut „geöffnet“ auf dem Etikett. Der Korkenzieher entstand in einer Malsession der Gedankenlosigkeit. Ich malte das Werk in einer Sitzung und unverändert wurde es noch am gleichen Tag präsentiert und begeistert angenommen. 

300 Jahre Familie Peter in St. Wolfgang 2011

 

„300 Jahre Familie Peter in St. Wolfgang“ Dieses Thema war eine erneute Herausforderung in Sachen Kunst. Ich entschied mich die 300 Jahre so einfach wie möglich darzustellen. Die Familie Peter kam wortwörtlich zu Fuß nach St. Wolfgang. Dies symbolisierte ich mit den Fußabdrücken. Im Laufe der Zeit wurde das Weisse Rössl gekauft und so gehen die Fußspuren in Hufspuren über. Das Bild wird von der in Buchstaben geschriebenen Schlagzahl „Dreihundert“ dominiert. Wurde doch in den vielen Dekaden Geschichte „geschrieben“. Die  Hufe sind im  römischen Zahlensystem als „C“ gesehen die Zahl Hundert und das drei mal, also wieder: Dreihundert. Die Spuren führen von unten durch die linke Bildhälfte nach oben. So habe ich Vergangenheit, Gegenwart und auch die Zukunft in diesem Werk festgehalten.

Riesling Harzenleiten 2009

 

Franz Pichler ist Winzer aus Wösendorf in der schönen Wachau, welcher seit Jahrzehnten grandiose Weine produziert. Sein Weingut feierte 2009 das 60 Jahre Jubiläum Riede Harzenleiten. Zu diesem Anlass ließ Franz Pichler sich von mir ein Bild entwerfen welches symbolisch die Entwicklung der Generationen darstellen sollte. Am Boden stehende Vögel werden flügge und erreichen nonterrane Höhen.  

Edelweiss Edition 2010

 

Zum Thema Familie Trapp fiel mir das gleichnamige Lied aus dem Film „The sound of music“ ein. So malte ich diese Blume im naiven Stil, angelehnt an die Kinder der Familie Trapp in Unfarben Schwarz und Weiss. Die Darstellung wirkt streng, spielte der Film doch in einer  unbarmherzigen Zeit. In diesem Jahr entstanden zwei Etiketten, eine für den Weisswein in Edelweiss und als Pendant für den Rotwein ein Edelrot. Somit interagiert das Etikett mit dem Betrachter und lässt Platz für Gedanken und mehr.....

Oscar Edition 2009

 

Ich sah mir viele Werke von Emil Jannings an, es passte aber lediglich ein Film von ihm als Vorlage zum diesjährigen Oscar Motiv. Ich meine den Film „Der Letzte Mann“!
In diesem Werk spielt Jannings einen Portier, dies trifft perfekt auf das Weisses Rössl zu. Er spielt einen stolzen, freundlich, zuvorkommenden  Charakter. Als Grundfarbe  wählte  ich Ockergelb welche für das goldene Erscheinungsbild des Oscar steht, den Herr Jannings als erster deutschsprachiger Schauspieler bekam. Den Duktus wählte ich zierlich und filigran, welches als Gegensatz zu diesem stattlichen Mann stehen soll. Die große Blume an seinem Kragen spiegelt die scheinbar blumige Zeit in der Jannings seine größten Erfolge hatte. Aber nicht zu vergessen, in einer blumenlosen, furchtbaren Zeit der Menschheit.

Goldene Zwanziger Edition 2008

 

Die Golden Zwanziger Jahre haben mich Monatelang recherchieren und verzweifeln lassen. Ich suchte zwanghaft nach dem perfekten Motiv für diese Epoche. Als ich bereits resigniert das Thema erfolgreich verdrängte, passierte es. Es traf mich wie ein Blitz. Ich male einen Toaster! Warum? Der Toaster wurde in den Zwanzigern erfunden. Er steht für mich als Synonym für das Weisse Rössl. Die knallige Farbe steht für die Bekanntheit, die Knöpfe und Regler stehen für die Mitarbeiter, die Lüftungsfuge für die Freundlichkeit und die Toasterschlitze für den Eingang durch den die Gäste ankommen, die blass und schlaff das Haus betreten und frisch, resch, knusprig und gestärkt wieder nach Hause fahren.  Eines meiner Lieblingsmotive. Die Gäste bestellten in diesem Jahr immer „Bitte ein Glas Toaster“ und so blieb dieses Etikett bis heute in Erinnerung.

Kaiser Maximilian Edition 2007

 

Zum geschichtsträchtigem Thema 500 Jahre St. Wolfgang  bei Österreich habe ich die Schlüsselfigur Kaiser Maximilian mit einem schnellen Strich im Gemälde festgehalten in einem königsblauen Hautton und altenglisch rotem Hintergrund. Die Farben verkörpern die adelige Herkunft und die Macht. Der Schriftzug steht für Krieg und Frieden. Eigentlich sollte Max im linken, größeren Bereich der Etikette plaziert werden und die Schrift kleiner im unteren Bereich Platz finden. Bei der Endbesprechung haben sich aber Fehlerteufel eingeschlichen und die Aufteilung etwas „verschoben“. Erst als die Weine mit den Etiketten im Haus ankamen war allen klar dass Kommunikation zur Kunst dazugehört und seither stehen wir in regem Austausch bis jeder das Design abgesegnet hat. Die Bildkomposition ist trotzdem im Nachhinein betrachtet sehr ausgewogen und stimmig. 

75 Jahre Operette Weisses Rössl 2006

 

Das erste Motiv enstand an der Kunstakademie in Hallein und stellt eine illustre Weinrunde dar. Zum Thema passend wählte ich eine Personengruppe die auf die Operette anstößt. Die Anzahl der Köpfe ergibt die Summe der Buchstaben folgender Worte „Hotel Weisses Rössl“ nämlich 17 an der Zahl. Mit diesem Etikett startete die Erfolgsgeschichte der Rössl Editionen bei einem rauschenden Fest, an dem Helga Benatzky, die Nichte des weltberühmten Komponisten Ralph Benatzky herzlichst zum gelungenen Motiv gratulierte und sich daraufhin viele Gäste und Freunde des Hauses den Glückwünschen anschlossen.

Erstes Weinetikett 1995

 

Es ist lediglich in der Erinnerung verankert und diesen Anker habe ich nach über 20 Jahren eingeholt.  Ich führte das Kunstkaffe Big T.  in Bürmoos, in meinem Lokal hatte ich einen Weinlieferanten aus dem damaligen Donauland, heute Wagram. Ich weiß seinen Namen nicht, ich weiß aber dass es ein Angebot gab ab einer bestimmten Menge Wein konnte man sein eigenes Etikett aufkleben lassen. Ich machte auf einem Block ein kleines Gemälde mit Buntstiften und dieses wurde gleich gedruckt. Ich habe ein Duplikat aus dem Gedanken nachgemalt und so ähnlich sah es dann aus. 

Wie entstehen die Weinetiketten für das Weisse Rössl?

Den Anstoß zum Etikett gibt seit jeher die Familie Peter mit einem Jahresthema vor. Daraufhin ziehe ich mich in mein Atelier zurück und entwerfe innerhalb eines Jahres ein Etikett welches traditionell auf Leinwand gemalt wird.  Viele Skizzen, Recherchen und Gedanken entstehen in dieser Zeit. Jedes Jahr ist eigenständig und unabhängig, so erschuf ich verschiedenste Motive, Stimmungen und Farbkompositionen. Wenn das Bild fertig ist begebe ich mich auf eine Reise ins Weisse Rössl am Wolfgangsee und treffe mich inkognito mit der Rösslwirtin um das neueste Werk zu präsentieren. Niemand bekommt die neueste Schöpfung zu sehen, das Werk schlummert im Tresor und wartet bis zum Weinkulinarium um beim Fest feierlich eröffnet zu werden. Seit der ersten Etikette sind viele Jahre vergangen, ich erinnere mich an jede einzelne Entstehungsgeschichte ganz genau. 
Ich wünsche Ihnen viel Vergnügen mit den von mir erschaffenen Weinetiketten und verbleibe mit lieben Grüßen aus meinem Atelier 

Ihr Haus und Hofkünstler vom Weissen Rössl 

 

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